Geschwollener Zeh – was sind die Ursachen?
Ein langer Tag auf den Beinen, eine Wandertour durch die Natur oder einfach die neuen offenen Schuhe. Sie alle können Ursache für einen geschwollenen Zeh sein. Aber meist steckt noch mehr dahinter und wir schauen hier einmal genauer hin. Der folgende Artikel: Geschwollener Zeh – was sind die Ursachen, gibt einen Einblick in die Ursachen, Symptome und die richtige Behandlung.
Mögliche Ursachen für einen geschwollenen Zeh
Wenn ein Zeh geschwollen ist, ist dies immer ein Zeichen für eine Ansammlung von Flüssigkeit. Zu erkennen ist dies relativ einfach, denn der betroffene Zeh ist oftmals größer als die anderen. Wenn aber mehrere Zehen geschwollen sind, ist dies auf den ersten Blick nicht immer auffällig. Dann sind es Symptome wie Schmerzen oder Juckreiz, welche darauf aufmerksam machen.
Im schlimmeren Fall, d.h. wenn der Zeh gebrochen ist, macht sich dies durch länger andauernden Schmerz und Verfärbungen bemerkbar. In dem Fall fallen die hier aufgeführten Ursachen weg und ein Arzt sollte unbedingt zur Behandlung hinzugezogen werden.
Für eine Schwellung im Zeh können verschiedene Ursachen vorliegen, beispielsweise ein:
Eingewachsener Zehennagel
Zuviel Druck von zu engen Schuhen oder ein falscher Nagelschnitt können Ursache von einem eingewachsenen Zehennagel sein. Wer es schon einmal hatte, weiß, wie schmerzhaft es sein kann.
So einem entzündeten Zeh kann aber ganz einfach vorgebeugt werden. Beispielsweise durch die richtige Schuhwahl, eine sorgfältige Fußpflege und regelmäßige Kontrolle der Fuß- und Nagelgesundheit.
Falsche Pflege rundum die Nagelhaut
Eigentlich schützt die Nagelhaut das Nagelbett vor dem Eindringen von Erregern. Aus ästhetischen Gründen wird oftmals überschüssige Nagelhaut entfernt. Beim Selberentfernen können dabei viele Fehler gemacht werden. Entweder wird zu viel Nagelhaut entfernt oder es wird falsch geschnitten und es kommt zu Verletzungen.
Wenn überhaupt sollte es daher immer von einem Experten durchgeführt werden, um Entzündungen zu vermeiden.
Splitter im Fuß
Gerade im Sommer läuft es sich in offenen Schuhen oder auch barfuß oftmals viel besser. Doch leider sind die Füße dadurch auch nicht mehr so gut geschützt. Umherliegende Splitter können so auch in die Haut eindringen und eine Infektion verursachen. Rötungen, Schwellung und Schmerz sind dabei die häufigsten Symptome.
Bei kleinen Splittern gilt daher, den Fremdkörper schnellstmöglich zu entfernen. Kleinere Splitter können hingegen von allein abgestoßen bzw. mit Hilfe einer medizinischen Salbe an die Oberfläche gelangen. Wichtig ist dabei, die betroffene Stelle zu beobachten, so dass es nicht zu einer schmerzhaften Entzündung kommt. Und ganz wichtig ist hierbei immer die Hygiene.
Trauma
Wie schnell fällt etwas auf den Fuß, der Fuß knickt um oder ein Anstoßen ist ebenso schnell passiert. Dabei kann es zu einer Quetschung, einer Prellung oder auch zu einem Bruch kommen. Oftmals geht dies auch mit einer Verfärbung des betroffenen Bereiches einher.
Um sicher zu gehen, hierbei immer einen Experten aufsuchen.
Infektion durch Erreger
Eine Infektion mit Erregern kann verschiedene Ausprägungen haben: Fußpilz, Nagelpilz oder Zellulitis. Menschen mit einer Diabetes-Erkrankung sind oftmals anfälliger dafür. Feuchte Umgebungen, wie beispielsweise das Schwimmbad, die Sauna oder Hoteldusche, sind optimale Lebensräume für derartige Erreger.
Kleinste Verletzungen reichen hierbei aus, um den Erregern ein Eindringen zu ermöglichen. In Kombination mit einem geschwächten Immunsystem können Erreger sich ausbreiten und eine Infektion verursachen. Eine unangenehm riechende Wunde, verbunden mit Juckreiz und Schmerzen sind dabei nicht selten.
Insektenstich
Zumeist im Sommer sind auch eine Vielzahl an Insekten unterwegs. Schnell ist es passiert und ein Mückenstich macht sich bemerkbar. Diese sind harmlos, aber mit Rötungen und Juckreiz verbunden.
Und nicht selten wird dann gekratzt, was kurzzeitig eine Verbesserung zu geben scheint. Doch gelangen hierbei Erreger in die Haut, hat dies unangenehme Folgen. Die Haut fühlt sich warm an, schwillt an und ist druckempfindlich.
Oftmals kommt es dann zur Eiterbildung und sollte unter Beobachtung bleiben. Denn im schlimmsten Fall breitet sich die Entzündung aus und die Wunde muss operativ behandelt werden.
Gesundheitliche Probleme wie Gicht
Schwellungen, Steifheit und Schmerzen sind begleitende Beschwerden bei Gicht. Am häufigsten betroffen ist der große Zeh.
Ähnliche Symptome treten aber auch bei Arthritis oder Hallux rigidus auf. Daher gilt in solchen Fällen immer einen Arzt aufsuchen und die Ursache genau analysieren zu lassen. Einfache Schmerz-Medikamente oder medizinische Salben können hier nicht helfen. Vielmehr muss eine abgestimmte Medikation und Behandlung erfolgen.
Die richtige Behandlung bei geschwollenem Zeh
Wer bei einer Schwellung reagieren möchte, hat je nach Symptom, verschiedene Möglichkeiten, beispielsweise:
- Hausmittel bei geschwollenem Zeh
Quarkwickel gelten als Hausmittel bei Entzündungen, enthaltene Inhaltsstoffe wie Kasein und Milchsäure wirken dabei entzündungshemmend und schmerzlindernd. Ähnliches wird Kohl-Wickeln nachgesagt, hier sind es die Inhaltsstoffe Flavanoide und Senfglycoside, die Linderung bringen sollen. Auch Dampfbäder können bei leichten Entzündungen entgegenwirken.
- Produkte bei einer Pilzinfektion
Bei einer Infektion mit Pilzen ist es hingegen mit einfachen Hausmitteln oftmals nicht getan. Auch hier werden zwar Hausmittel wie Bäder mit Apfelessig oder Natron empfohlen, doch können Erreger sehr überlebensfähig sein. Daher muss die Maßnahme langfristig und ständig wiederholt werden, damit diese sich nicht weiter ausbreiten können.
Hier sind daher eher antimikrobiell wirkende Produkte einzusetzen. Diese verbleiben auf dem betroffenen Nagelbereich und bieten eine Art Schutzwirkung der gesunden Zellen und verhindern ein Eindringen.
- Eine Zugsalbe bei entzündeten Hautbereichen
Geht die Entzündung mit Rötung, Schwellung, Spannungsgefühl und Schmerz mit Eiter einher, kann die ilon Salbe classic angewendet werden. Den betroffenen Bereich desinfizieren, bevor die Salbe aufgetragen wird. Durch die besonderen Wirkweisen wird dann der Entzündungsherd an die Oberfläche gezogen und der Eiter kann abfließen. Dies gilt beispielsweise für entzündete Mückenstiche oder Schürfwunden, kleine Splitter oder den entzündeten Nagelbereich.
- Ärztliche Betreuung und Medikamente
Geht eine Entzündung nicht zurück oder breitet sich sogar aus, auf keinen Fall zögern und einen Arzt aufsuchen. Denn ohne richtige Behandlung droht ein Ausbreiten und schlimmere Folgen. Ein Arzt kann die richtige Behandlung und Medikation verschreiben, damit der Fuß bald wieder vollständig einsatzbereit ist.
Hat der Artikel – Geschwollener Zeh – was sind die Ursachen? – gefallen, dann gibt es noch weitere Ratgeber rundum Entzündungen der Haut und vieles mehr in unserem Hautjournal.
Häufige Fragen:
geschwollener Zeh
Bei einem geschwollenen Zeh helfen zunächst Entlastung, Hochlagern des Fußes und vorsichtiges Kühlen, z.B. mit einem Kühlpad (immer in ein Tuch gewickelt, um die Haut zu schützen). Zusätzlich sind bequeme, nicht drückende Schuhe wichtig, damit der Zeh nicht weiter gereizt wird. Wenn die Schwellung auf eine Entzündung mit Rötung, Überwärmung und Schmerzen zurückgeht, kann – je nach Ursache – eine geeignete medizinische Salbe oder Zugsalbe ergänzend eingesetzt werden.
Warnzeichen sind starke Schmerzen, ausgeprägte Rötung und Überwärmung, Eiterbildung oder Fieber. Ärztlichen Rat sollten Sie einholen, wenn eine Schwellung mehrere Tage ohne Besserung anhält, die Beschwerden zunehmen oder die Ursache unklar ist. Nach einem Unfall, zum Beispiel einem Sturz, sollte zudem der Verdacht auf einen Bruch ärztlich abgeklärt werden. Menschen mit Diabetes oder Durchblutungsstörungen sollten bei Entzündungen am Fuß frühzeitig medizinische Hilfe in Anspruch nehmen, da hier häufiger Komplikationen auftreten können.
Ist der Zeh nicht nur geschwollen, sondern auch deutlich gerötet, überwärmt, druckempfindlich oder es bildet sich Eiter, spricht vieles für eine Entzündung. Dann ist eine sorgfältige Hygiene (Reinigung, ggf. Desinfektion) wichtig und der auslösende Faktor – z.B. ein eingewachsener Nagel oder ein Splitter – sollte fachgerecht behandelt werden. In vielen Fällen ist eine ärztliche Untersuchung sinnvoll, um zu klären, ob z.B. eine bakterielle Infektion oder Pilzinfektion vorliegt und ob zusätzliche Medikamente notwendig sind.
Bei einem geschwollenen Zeh, der durch eine eitrige Entzündung der Haut verursacht wird – kann eine Zugsalbe wie ilon Salbe classic eingesetzt werden. Sie wird auf den desinfizierten Bereich aufgetragen und kann helfen, den Entzündungsherd an die Oberfläche zu ziehen, sodass der Eiter abfließen kann und der Druck nachlässt. ilon Salbe classic ist ein traditionelles pflanzliches Arzneimittel zur Behandlung leichter, lokal begrenzter eitriger Hautentzündungen. Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke
Gut passende, nicht einengende Schuhe, regelmäßige Fußpflege und ein korrekter Zehnagelschnitt sind die wichtigsten Maßnahmen, um geschwollenen Zehen vorzubeugen. Achten Sie darauf, die Nagelhaut nicht aggressiv zu entfernen und kleine Verletzungen an Zehen und Nagelbett stets sauber zu halten. In öffentlichen Duschen, Schwimmbädern oder Saunen sind Badeschuhe sinnvoll, um Pilzinfektionen zu vermeiden, die oft mit Juckreiz einhergehen und durch Kratzen das Risiko bakterieller Infektionen erhöhen können.
Ja, ein gebrochener Zeh kann deutlich anschwellen. Nach einer Verletzung reagiert der Körper mit einer Entzündungs- und Heilungsreaktion, bei der sich Flüssigkeit im Gewebe sammelt. Dadurch entsteht eine sichtbare Schwellung, oft begleitet von Rötung, Schmerzen und möglicherweise einem Bluterguss. Wenn die Beschwerden stark sind, sich der Zeh kaum bewegen lässt oder die Schwellung über mehrere Tage anhält, sollte ärztlich abgeklärt werden, ob tatsächlich ein Bruch oder eine andere Verletzung vorliegt.
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Artikel entstand in Zusammenarbeit mit unserem Experten:
Wolfram Kurschat
Wolfram Kurschat, geboren 1975, ist professioneller Radsportler, Olympiateilnehmer und approbierter Apotheker.
Im Zuge seiner Karriere als Mountainbikeprofi nahm er 2008 an den olympischen Spielen in Peking teil und erreichte einen 33. Platz. Im Mountainbikeweltcup schaffte er es mehrfach aufs Podest. Bei deutschen Meisterschaften errang er mehrere Meistertitel im Mountainbike. Gleiches gelang ihm im Jahr 2013 auch im Bergzeitfahren auf der Straße.
Parallel zu seiner Sportkarriere absolvierter er ein Pharmazie-Studium in Heidelberg. Nach der Approbation arbeitet er seit vielen Jahren bei einer familiengeführten Apothekenkooperation mit 8 Standorten und 130 Mitarbeitern im Raum Mannheim/Mainz/Wiesbaden.