Schürfwunde versorgen

Schürfwunden.
Schmerzhafte oberflächliche Hautverletzungen.

Schürfwunden gehören zu den traumatischen Verletzungen. Sie kommen im alltäglichen Leben häufig vor, besonders bei Kindern und Sportlern verursacht durch Stürze. In den meisten Fällen handelt es sich um rein oberflächliche, harmlose Verletzungen, die sich mit gezielten Erste-Hilfe-Maßnahmen versorgen lassen und gut abheilen.

Entstehung und Merkmale.

Beim Toben und Rangeln auf dem Schulhof und Spielplatz, Radfahren oder anderen körperlichen Aktivitäten ziehen sich vor allem Kinder schnell Schürfwunden zu, wenn die Haut an rauen Oberflächen wie Asphalt, Kies oder Schotter entlanggerieben wird. Weil man automatisch versucht, sich bei einem Sturz abzufangen, werden dabei meist die Innenflächen der Hände, die Unterarme und Ellbogen sowie die Knie in Mitleidenschaft gezogen.

Charakteristisch für Schürfwunden sind die unregelmäßigen Wundränder. Die verletzte Stelle nässt häufig und schmerzt sehr. Ist nur die oberste Hautschicht betroffen, tritt lediglich eine geringfügige punktuelle Blutung auf. Tiefe Schürfwunden können eventuell etwas stärker bluten.

Behandlung und Heilungsverlauf.

Auch wenn die Schürfwunde zunächst brennt und stark schmerzt, handelt es sich meist um harmlose Verletzungen.
Dennoch ist es wichtig, die Wunde umgehend sorgfältig zu versorgen:

Bei einem Sturz, vor allem im Freien, kann es zu Verunreinigungen kommen. Um das Eindringen von Krankheitserregern zu verhindern, sollte die Wunde sorgfältig unter fließendem Wasser gereinigt werden. Fremdkörper wie Steinchen oder grober Schmutz lassen sich vorsichtig mit einer Pinzette entfernen, bei starker Verschmutzung sollte die Wunde anschließend desinfiziert werden.

Kleine Schürfwunden kann man an der Luft trocknen lassen. Sollte sich die verletzte Stelle unter der Kleidung befinden, kann man eine nicht nässende Wunde mit einem ausreichend großen Pflaster oder einer Mullkompresse versorgen, damit der Stoff nicht an der Wunde reibt oder es zu Verunreinigungen kommt.

Stark nässende und größere Wunden werden mit einer feuchten Wundauflage bedeckt. Das verhindert ein Austrocknen und Verkleben der Wunde mit dem Verbandmaterial. Zudem heilt die verletzte Haut so schneller und es kommt seltener zu Narben.

Kleinere Schürfwunden heilen meist innerhalb von zwei Wochen vollständig ab. Auf der Schürfwunde bildet sich nach ein bis zwei Tagen eine Kruste aus geronnenem Blut. Dieser Wundschorf schützt die Wunde und sorgt dafür, dass sich die verletzte Haut regenerieren kann.

Meist kommt es im Zuge dessen zu Juckreiz. Um den Heilungsprozess nicht zu behindern oder eine Narbenbildung zu riskieren, darf der Schorf jedoch nicht abgekratzt werden. Hat sich neues Gewebe gebildet, fällt der Wundschorf von selbst ab.

Zur Unterstützung des Heilungsprozesses kann die Anwendung von ilon Wundpflege-Salbe hilfreich sein. Sie enthält hochdosiertes Zinkoxid, das nässende Wunden trocken hält und dank antimikrobieller Eigenschaften Infektionserreger abwehren kann. Reichhaltiges Olivenöl, ätherische Öle und natürliche Fettsäuren beruhigen die angegriffene Haut, halten sie geschmeidig und fördern die Zellerneuerung.

Komplikationen nach Schürfwunden.

Wenn die Schürfwunde anfänglich nässt, ist das kein Grund zur Besorgnis, sondern ein gutes Zeichen: Der Körper steigert die Sekretbildung und schwemmt so Fremdkörper aus der Wunde. Starkes und länger anhaltendes Nässen kann jedoch ein Hinweis sein, dass sich noch Schmutz in der Wunde befindet oder sie sich entzündet hat. Bei einer Infektion fühlt sich die betroffene Stelle oft warm an und es kommt zu Rötungen, Schwellungen oder Schmerzen. In diesem Fall sollte man umgehend einen Arzt aufsuchen.

Bei Schürfwunden ist unbedingt nachzuprüfen, ob noch ein hinreichender Schutz gegen Tetanus besteht. Bei Kindern ist das im Rahmen der regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen im Allgemeinen der Fall, bei Erwachsenen oft jedoch nicht. Besteht kein Impfschutz, sollte man die Tetanus-Impfung umgehend beim Arzt auffrischen lassen.

Sie fragen.
Experten antworten.

Was tun, wenn die Schürfwunde zu eitern beginnt?

Das Nässen, vor allem bei tieferen und größeren Schürfwunden, ist eine natürliche Reaktion des Körpers, um Bakterien auszuschwemmen. Bildet sich jedoch gelblicher Eiter auf der Schürfwunde, kann das ein Anzeichen für eine bakterielle Entzündung sein. Die Ursache der Eiterbildung sollte umgehend von einem Arzt abgeklärt werden.

Wann muss ich mit einer Schürfwunde zum Arzt?

Bei Schürfwunden handelt es sich in den meisten Fällen um harmlose Hautverletzungen, die nach geeigneten Erste Hilfe Maßnahmen innerhalb von 14 Tagen abheilen. Bei großflächigen Schürfwunden und starken Verunreinigungen, starken Schwellungen oder Blutungen, anhaltenden Schmerzen, Fieber oder Eiterbildung sollten Sie baldmöglichst einen Arzt konsultieren.