Wiederkehrenden Nagelbettentzündungen wirksam vorbeugen

Eine Nagelbettentzündung (Paronychie) an Zeh oder Finger ist recht häufig. Ob am Finger oder am Zeh: Betroffene leiden oft wiederholt unter den pochenden Hautentzündungen. Das vollständige Abheilen kann mehrere Wochen dauern.  

Typische Symptome für eine Nagelbettentzündung sind Rötung, Schwellung, lokale Überwärmung und Druckschmerz. Viele Menschen spüren zu Beginn außerdem einen starken Juckreiz am Nagelrand. Im weiteren Verlauf schwillt die Haut um den Nagel an und glänzt. Kommen mäßige bis starke Schmerzen bei Berührung hinzu, hat sich häufig bereits Eiter unter dem Nagel angesammelt.  

Eine häufige Ursache für eine Nagelbettentzündung ist das Eindringen von Erregern wie Bakterien oder Pilzen in kleine Hautverletzungen und Risse entlang der Nagelplatte an Händen und Füßen. Dies kann zum Beispiel durch falsche Nagelpflege, eingewachsene Nägel oder brüchige Nägel begünstigt werden. Entscheidend ist, dass Keime in das Gewebe eindringen können.

Nagelbett, Nagelhaut oder Nagelfalz:
Wo liegt die Entzündung?

Nägel schützen die empfindlichen und ständig beanspruchten Finger- und Zehenspitzen. Der Nagel besteht aus hornähnlichem Keratin, das ihm seine typischen Eigenschaften verleiht. Finger- und Fußnägel bestehen aus mehreren Bereichen: 

  1. durchsichtige Nagelplatte aus Keratin
  2. rosafarbenes Nagelbett (Haut unter der Nagelplatte)
  3. Nagelfalz (halbmondförmige Hautfalte, welche die Ränder der Nagelplatte teilweise überdeckt)
  4. Nagelbasis mit Wurzel (Matrix)
  5. Nagelhaut (Eponychium)
  6. Lunula (sichtbare helle, weiße Stelle auf dem Nagel in Halbmondform)
  7. Hautwölbung um die Nagelplatte (Nagelwall)

Eine akute Entzündung im Nagelbett ist meist mit starken Schmerzen bei Druck auf die Nagelplatte verbunden. Schreitet sie weiter fort, kann sich an den seitlichen Nagelrändern Eiter absondern. Häufig betreffen Entzündungen jedoch nicht nur das eigentliche Nagelbett, sondern auch Nagelhaut oder Nagelfalz.

Chronische Nagelbettentzündung:
Was hilft bei einer Eiteransammlung?

Chronische oder wiederkehrende Nagelbettentzündungen können sich auch auf umliegende Finger oder Zehen ausbreiten. Deshalb sollte man nicht versuchen, die entzündete Stelle auszudrücken oder mit einem spitzen Gegenstand aufzustechen. Warmes Wasser beziehungsweise warme Bäder mit entzündungshemmenden Zusätzen wie Kamille oder Salz weichen die Hornhaut auf und können das Abfließen von Eiter unterstützen. Das sind klassische Hausmittel, die sich bei leichten Beschwerden einer Nagelbettentzündung unterstützend einsetzen lassen.  

Ist im entzündeten Bereich mit der Zeit ein erhöhter Druck und auch in Ruhe ein klopfender Schmerz zu spüren, hat sich häufig Eiter in der Haut rund um die Nagelplatte angesammelt. Die pflanzliche ilon Salbe classic hilft die Entzündung einzudämmen und fördert aufgrund ihrer durchblutungsfördernden Eigenschaften den Abtransport von Eiter, zum Beispiel über die seitlichen Nagelkanten.

Was tun bei Nagelbettentzündung?

Viele Betroffene fragen sich: Was tun bei einer Nagelbettentzündung? Wichtig ist es, früh zu reagieren und die betroffene Stelle zu schonen. Bei ersten Anzeichen wie Rötung, Schwellung oder Druckempfindlichkeit sollte die Haut sauber gehalten und möglichst vor weiterer Reizung geschützt werden. Warme Bäder können unterstützen, und beginnende Beschwerden sollten aufmerksam beobachtet werden.  

Eine leichte Nagelbettentzündung selbst zu behandeln ist in frühen Stadien oft möglich. Trotzdem gilt: Nimmt der Schmerz zu, bildet sich Eiter oder breitet sich die Entzündung weiter aus, sollte ärztlicher Rat eingeholt werden.  

Nagelbettentzündung vorbeugen –
mit ilon Salbe classic

Eingerissene Haut rund um den Nagel oder ein kleiner Nagelpflegeunfall reichen oft schon aus, damit Keime in die Haut gelangen und eine schmerzhafte Nagelbettentzündung auslösen. Erste Hilfe bei beginnenden Entzündungen rund um den Nagel oder Entzündungen der Nagelhaut bietet ilon Salbe classic. Die Salbe wirkt antibakteriell und lindert Entzündungen, damit aus einem kleinen Problem kein größeres wird.  

12 Tipps – Nagelbettentzündungen vorbeugen

  • bei Haus- und Gartenarbeit Handschuhe tragen, um das Risiko für Hautverletzungen zu reduzieren
  • auf zu starke Reinigungsmittel oder Nagellackentferner verzichten
  • Schuhe in der richtigen Größe, d.h. mit genügend Platz für die Zehen (ohne Druckgefühl), tragen, welche zudem über atmungsaktives Material die Feuchtigkeit nach außen abgeben
  • bei Diabetes oder Neurodermitis Druckstellen sowie trockene oder rissige Haut an Händen und Zehen regelmäßig kontrollieren
  • Finger und Füße regelmäßig eincremen und pflegen, um rissige oder trockene Haut zu vermeiden
  • Nägelkauen oder ein Zupfen der empfindlichen Haut am Nagelrand vermeiden
  • ggfs. mit einem Arzt prüfen, ob Medikamente oder Grunderkrankungen das Risiko erhöhen
  • bei Kälte Handschuhe tragen und die Haut mit einer feuchtigkeitsspendenden, fetthaltigen Creme oder Salbe pflegen
  • kleine Hautverletzungen an Zeh oder Finger sofort desinfizieren
  • Nägel richtig schneiden: Finger- und Fußnägel regelmäßig kürzen und feilen, um Abbrechen zu vermeiden; äußere Kanten nur leicht abrunden, damit die Nägel nicht einwachsen
  • ggfs. eine professionelle Pediküre aufsuchen
  • Rötung, Überwärmung oder Schwellung rund um die Nagelplatte möglichst früh mehrmals täglich behandeln, um die Beschwerden zu lindern.

Hält eine Nagelbettentzündung länger an, können starke Schmerzen und sogar Bewegungseinschränkungen hinzukommen. Um tieferliegende Finger- oder Zehenentzündungen beziehungsweise Komplikationen auszuschließen, kann der Arzt weitere Untersuchungen veranlassen. In seltenen Fällen können Krankheitserreger in Sehnen oder Knochenmark wandern und dann eine weitergehende Behandlung erforderlich machen.